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18Mai

Wasser- und Stromtankstelle in Maroua-Meri

Wasser- und Stromtankstelle in Maroua-Meri

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Die Versorgung mit sauberen Trinkwasser stellt in Maroua-Meri ein großes Problem dar. Um diese Situation zu verbessern will Lelewal Woila e.V. ein Projekt starten, dass sich mit der Errichtung eines Wasserkiosk und dazugehörigem Brunnen beschäftigt. Zusätzlich können Synergien mit einer Stromtankstelle geschaffen werden, welche die Überschüsse der PV-Anlage verwertet, die von der Solarpumpe nicht verbraucht werden können. Der Brunnen würde am selben Ort entstehen, wie auch die Schule für erneuerbare Energien – ITEM „Institut Technique Environnemental et pour la Promotion des Energies Renouvelables  à Maroua". Das Projektoberziel ist es, einem Teil der Bevölkerung von Maroua- Meri die Versorgung mit sauberen Trinkwasser zu ermöglichen. Langfristig soll ein Bewusstsein für Zusammenhänge von gesunder Trinkwasserversorgung und nachhaltiger Landnutzung geschaffen werden.

Bevoelkerung-small

Da die Bevölkerungsdichte in Maroua immer höher wird und sich somit die sanitären Bedingungen immer weiter verschlechtern, hat die Stadt begonnen Teile der Bevölkerung an den Stadtrand umzusiedeln. Maroua-Meri gehört zu einem dieser Stadtausbaugebiete in denen sich aufgrund der höheren Flexibilität vornehmlich junge Familien ansiedeln werden. Es gibt zwar einen öffentlichen Brunnen und gegen ein Entgeld Zugang zur städtischen Wasserversorgung, jedoch sind beide Wasserquellen bakteriell verseucht und stellen damit ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Die Bevölkerung muss lange Wege zurücklegen, um an das Wasser aus den verunreinigten Quellen zu gelangen. Um dieses anschließend abzukochen, wird ein großer Teil des Einkommens für Feuerholz ausgeben. Feuerholz ist jedoch eine sehr teuere Energiequelle. Häufig wird bis zu einem Drittel des Familieneinkommens dafür aufgewendet. Um die Kosten zu vermeiden bzw. zu senken versorgen sich die Dorfbewohner in der fußläufigen Umgebung mit Brennmaterial. Dabei wird der Bestand an Vegetation kontinuierlich dezimiert und die Entstehung neuer unterbunden. Dies führt zu einer sukzessiven Desertifikation.

Aus diesen Gründen soll ein vollkommen autark mit Photovoltaik betriebener Brunnen mit einer solarthermischer Entkeimungsanlage gebaut werden. Das entkeimte Wasser kann direkt getrunken und muss nicht noch einmal abgekocht werden. Somit können der Bedarf an Feuerholz gesenkt und die Haushaltskassen der Familien entlastet werden. Für das Wasser soll ein geringer Unkostenbeitrag verlangt werden, der die Kosten für das ansonsten nötige Feuerholz deutlich unterschreitet. Dadurch steht der Bevölkerung kostengünstiges, unbelastetes Trinkwasser zur Verfügung durch dessen Nutzung die Cholerainfektionen eingedämmt werden.

Bevoelkerung-pferd

Das solarthermisch entkeimte Trinkwasser kann gegen eine Gebühr von den Dorfbewohnern in Leih-Kanistern abgezapft werden. Die Kanister werden vom Wasserwart gegen Pfand ausgeliehen und bei der Rückgabe gereinigt, um die Gefahr von Infektionen zu vermeiden. Um zu vermeiden, dass die Wasserabnehmer das bereits entkeimte Wasser wie gewohnt erneut auf dem heimischen Herd abkochen, ist Aufklärungsarbeit vonnöten. Aus diesem Grunde soll das Gebäude, in dem der Wasserwart, dessen Familie und die Anlagentechnik untergebracht sind, auch als Seminarraum genutzt werden. Hier wird die umliegende Bevölkerung über die Technologie der solarthermischen Entkeimung aufgeklärt. Da die Besiedlung des Gebietes in Meri derzeit ausgeweitet wird, um die Bevölkerungsdichte im innerstädtischen Bereich Marouas zu verringern, müssen diese Veranstaltungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um einen möglichst großen Teil der Bevölkerung zu erreichen.

In den Seminaren soll über das Problem der Desertifikation im Zusammenhang mit dem Thema des sauberen Trinkwassers gesprochen werden. Dazu gehört u.a. die Aufklärung über den Umgang mit verseuchten Wasserbehältern. Das weiter oben bereits erwähnte Gebäude dient drei zentralen Zwecken: Erstens wird der Wasserwart und dessen Familie in den Räumlichkeiten einquartiert. Zweitens werden alle Anlagenkomponenten auf oder im Gebäude an- bzw. untergebracht. Und drittens dient es als Unterrichtsraum für die beschriebenen Seminare. Um den Bau des Gebäudes zu realisieren werden in der Umgebung von Maroua Aktionen gestartet.

Die ersten Planungen gehen von den folgenden Annahmen aus. Die PV-Anlage könnte eine Leistung von ca.1,5 kWp haben. Die Pumpe hat eine maximale Aufnahmeleistung von 1200W. Der überschüssige Strom kann in einem Batteriespeicher mit ca. 750Ah zwischengespeichert werden.

Die Photovoltaikanlage versorgt zum einen die Pumpe für die Wasserförderung und die Haustechnik. Zum anderen kann sie gegen einen kleinen Unkostenbeitrag auch zum Laden von Mobiltelefonen und anderen Akkus genutzt werden. Diese sekundäre Nutzung als Solartankstelle bedeutet zunächst eine etwas höhere Investition im Bau, wirkt sich aber im Betrieb positiv aus. Die Arbeitskraft, die die Solartankstelle betreut, soll in Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerorganisation ausgebildet werden, so dass sie Wartungsarbeiten und gegebenenfalls Reparaturen selbstständig ausführen kann.

Mit der geplanten Wasserfördermengen lassen sich bis zwischen 50 und 100 Familien mit sauberen Trinkwasser versorgen. Mit den Sensibilisierungsseminaren lässt sich jedoch ein großer Teil Meris erreichen, wobei sich die genaue Zahl nicht abschätzen lässt. Voraussichtlich werden sich ein- bis zweitausend Menschen auf der bisher zur Verfügung gestellten Flächen im näheren Einzugsbereich ansiedeln. Die genaue Lebenssituation und der Bildungsstand lassen sich ebenfalls schwer ermitteln. Es werden aller Wahrscheinlichkeit nach Familien aus einfachen Verhältnissen sein. Da die meisten Familien Selbstversorger sind und somit auch die Kinder für die Bestellung der Felder und den Verkauf der Lebensmittel am Straßenrand oder auf dem Markt heran gezogen werden. Daher bleibt wenig bis keine Zeit für Schulbesuche. Hinzu kommt, dass es in Kamerun üblich ist Schulgelder zu bezahlen, was sich von vornherein nur wenige Familien leisten können. Mit der Verbesserung der Trinkwassersituation kann den Familien wertvolle Zeit für Bildungsaufgaben bereitgestellt werden.

Awareness Raising - Desertification

Um ein tieferes Bewusstsein für das Problem der Desertifikation und die nachhaltige Gewinnung von Trinkwasser zu erzeugen, soll dieses Projekt Vorbildcharakter haben. Unser Ziel ist es, auch Dörfer in der weiteren Umgebung für diese Idee zu begeistern. Mittel- bis langfristig wollen wir erreichen, dass die Dorfbewohner den Bau einer solchen Brunnenanlage selbst finanzieren.

Durch die verringerten Kosten für sauberes Trinkwasser kann die Armut der anliegenden Bevölkerung etwas eingedämmt werden. Durch das saubere Trinkwasser verringert sich die Gefahr der Infektion mit gefährlichen Krankheiten, wodurch die Gesundheit von Müttern und Kindern gefördert wird. Die Erzeugung des sauberen Trinkwassers findet zu 100% regenerativ und nachhaltig statt, so dass die Umwelt geschont und die Ausweitung der Desertifikation eingeschränkt wird. Außerdem wird durch einen regen Austausch mit unseren Partnern die globale Partnerschaft vorangetrieben.

Die beteiligten Kooperationspartner sind:

Unser Verein Lelewal Woila e.V., unser Partner GIC Agrar Sahel Umwelt und das Bürgermeisteramt Meri.

Die technischen Aspekte des Projekts befinden sich momentan in der Entwicklung. Teil der Ausstattung werden eine PV-Anlage zur Erzeugung von Strom, eine solarthermische Kollektoranlage zur Entkeimung von Trinkwasser und ein Batteriespeicher, der den Betrieb einer Stromtankstelle ermöglicht.

 

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18April

Kamerun, März 2013 – Mayo-Roukoungo

Ein Reisebericht

 

Vor etwa 3 Jahren haben Mitglieder unseres Vereins in Mayo-Roukoungo, einem kleinen Dorf in der Region Adamaoua im Norden Kameruns, eine 420Wp PV-Inselanlage aufgebaut, die die Menschen dort seitdem zuverlässig mit Strom versorgt. Zugegeben, die Reise nach Mayo-Roucoungo ist nicht ganz ohne. Dafür ist sie mit Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen verbunden, die einmalig und unvergesslich sind.

Mayo-Roukoungo-Dorf copy

Die Zugfahrt von Kameruns Hauptstadt Yaounde nach Ngaoundere, im nördlichen Teil des Landes, dauert knapp 15 Stunden. Vom Zugfenster aus genießen wir noch für kurze Zeit den Blick auf die bunte Metropole und deren Randbezirke. Am nächsten Morgen ist die üppige grüne Vegetation einer eher kargen Landschaft gewichen. Statt rechteckigen Häusern aus Ziegeln und Lehm sehen wir jetzt vor allem Rundhütten mit Grasdach entlang der Bahnlinie. Spätestens jetzt wissen wir, warum Kamerun auch „Afrika im Kleinformat“ genannt wird.

YaoundeZug-Fruechte-BahnhofRundhütten mit GrasdachZugfahrt-Yaounde-Ngaoundere

Dank Schlafwagen kommen wir einigermaßen fit in Ngaoundere an. Serge findet innerhalb von Minuten einen Fahrer, der uns mit seinem PKW in das rund 130 km entfernte Tignere kutschiert. Eine befestigte Straße gibt es nicht. Über eine rote Piste, voller Schlaglöcher und Spurrillen, fahren wir die nächsten 3 Stunden bei etwa 35° Grad in recht zügigem Tempo. In Tignere angekommen stellen wir uns erst einmal beim dortigen Minepat (dem Minister für Bau und Infrastruktur) und dem Bürgermeister vor. Mit dem Minepat hat Serge schon gute Kontakte, und auch der neue Bürgermeister zeigt sich begeistert über das Vorhaben unseres Vereins, weitere Dörfer in der Region mit Solaranlagen auszustatten, wie am Beispiel Mayo-Roucoungo.

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Am nächsten Morgen geht es in aller Frühe los. Wir wollen (zugegeben vergeblich) der größten Hitze entkommen. Begleitet werden wir vom lokalen Kontaktmann für unsere Projekte, einem Meteorologen. Nach einer knappen Stunde in recht rasantem Tempo über die unbefestigte Piste biegen wir ab. Noch ein Stück quer Feld ein und der Pick-Up hat ausgedient. Über ein paar Holzstämme, die als Brücke über einen fast ausgetrockneten Flusslauf dienen, gehen wir zu Fuß weiter. Das kostet den einen oder anderen einige Überwindung, aber ein bisschen Abenteuer gehört natürlich dazu und schon beim zweiten Übergang ist alles halb so wild. Vielleicht sind wir auch einfach nur überwältigt von der Landschaft, in der wir uns wiederfinden. Die unglaubliche Weite, die Hügellandschaft am Horizont und nicht zuletzt die Unberührtheit der Natur beeindrucken uns sehr.

Mayo-Roukoungo-landschaftMayo-Roukoungo-Dorf-Ackerbau2Kamerun-März-2013-372

In Mayo-Roucoungo angekommen werden wir herzlich in Empfang genommen. Die Frauen klatschen zur Begrüßung ein paar Mal in die Hände, eine universelle Geste, wir sind willkommen hier. Die Männer bringen uns Sitzgelegenheiten. Einige Frauen sind gerade dabei, mit der Hand Maiskörner von den Kolben zu lösen. Eine andere Frau dreht mit Hilfe einer einfachen Holzkonstruktion eine Schnur aus Baumwolle. Ein Stück weiter wird Mais auf großen Planen für die Mühle getrocknet. Ja, ein bisschen fühlt man sich wie in einer anderen Welt... Hier produzieren die Menschen den Großteil ihrer Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände selbst, die wir täglich so gedankenlos für ein paar Euro im Supermarkt kaufen. Fähigkeiten, die bei uns längst vergessen sind.

Frauen-Maiskolbenfrauen-beim-mahlenKamerun-März-2013-397

Die Dorfbewohner berichten uns, dass die Solaranlage, die Mitglieder von Lelewal Woila vor 3 Jahren hier aufgebaut haben, nach wie vor bestens funktioniert. Bereits morgens um 11 Uhr ist die Batterie vollständig aufgeladen. Eine Tatsache, die uns angesichts der Hitze nicht wirklich überrascht. Abends, wenn es dunkel wird, hat jede Hütte genügend Strom. Sogar aus den umliegenden Dörfern kommen die Menschen, um ihre Handys aufzuladen. Klar, auch (oder gerade) in dieser schwer zugänglichen und wenig dicht besiedelten Gegend sind Handys ein beliebtes Kommunikationsmittel. An den Wochenenden werden am solarbetriebenen Fernsehgerät Filme gezeigt. Ein Event, zu dem auch Bewohner der umliegenden Dörfer gerne kommen. Ohne Frage, Mayo-Roukoungo ist seit der Installation der Solaranlage ein Anlaufpunkt für viele Menschen in der Region geworden. Ein sehr positives Feedback für unser Projekt.

Natürlich sind vor allem diejenigen, die zum ersten Mal in Mayo-Roukoungo sind, gespannt darauf, die Anlage zu sehen. Sie steht mitten im Dorf und wirkt (zumindest für Laien) eher unscheinbar. Die Batterie wird geschützt in einem Holzkasten aufbewahrt, den Patrick extra dafür gezimmert hat. Die Solarplatten liegen auf einer darüber gebauten Holzkonstruktion. Die Experten unserer kleinen Besuchertruppe nehmen die Anlage in Augenschein. Dass sich im Holzkasten ein Wespenvolk einquartiert hat, sorgt kurz für ein bisschen Trubel, aber wirklich aus der Ruhe bringen lässt sich davon niemand. Die Anlage ist super in Schuss, die Bewohner von Mayo-Roukoungo freuen sich nach wie vor über den Strom, den sie durch die Anlage erhalten. Und ein kleines bisschen Berühmtheit hat sie ihnen ja schließlich auch eingebracht ;).

Der Abschied von den Dorfbewohnern fällt ebenfalls herzlich aus. Voller unvergesslicher Eindrücke machen wir uns auf den Weg zurück nach Tignere. Zum Glück hat Serge im Dorf eine eigene Rundhütte in Auftrag gegeben, die sogar schon fast fertig ist. Einem weiteren Besuch in Mayo-Roukoungo steht also nichts im Wege – ein Glück, finden wir!

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20Januar

Reisen nach Kamerun

Mitgliederreisen

Im Zeitraum Febuar - März reisen wieder einige Mitglieder des Vereins nach Kamerun.

 

                                                              mitgliederreise

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20September

Aktuelles aus Kamerun

Extreme floods in Maga, Mayo-Danay

L'Oeil-du-Sahelkl

Extreme floods in North province of Cameroon

Extreme Überschwemmungen in der nördlichen Regionen von Kamerun haben grosse Teile der Region verwüstet . Fast 20 Menschen starben und Tausende Kameruner sind obdachlos.

Erstversorgung der VerletztenNotunterkunft der ObdachlosenProvisorisches-Versorgungszelt

Dauerregen und das Öffnen des Ladgo Dam verursachte, dass der Benoe Fluss über die Ufer trat. Dabei wurden die angrenzenden Wohngebiete überschwemmt.

Faro, Mayo louti und Benoue wurden von der Überschwemmung am schwersten getroffen und hat die Reisfelder verwüstete, wodurch sich der Mangel an Nahrungsmitteln verschlimmert. Es ist nicht auszuschliessen das Infektionen wie Cholera und Malaria sich durch das Hochwasser ausbreiten.

Die Bergungsarbeiten sind angelaufen, mehr als 2.500 Menschen wurden medizinisch in Zelten behandelt.

Links zu weiteren Meldungen der Katastrophe. Link 1 Link 2 Link 3 (Französich RTV).

 

Auch in diesem Zusammenhang bitten wir Sie um Ihre Spende.

Bitte wenden sie sich an unseren Vorstand Serge Bukam-Kamseu. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

06 September 2012

 

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21Juni

Schule für regenerative Energien

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 Gründung einer Schule für regenerative Energien in Maroua

Die allerorts sichtbaren Probleme Kameruns sind vor allem im Norden des Landes nicht zu verkennen. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, bezahlbarer Elektrizität oder gesundheitlicher Grundversorgung.

 

kameruner-beim-waschen-am-flussgaroua-kameruner-beim-waschenkidsamwasserpumpenDer überdurchschnittlich jungen Bevölkerung fehlt es schlichtweg an einer Perspektive. So werden die meisten Kinder trotz nötiger hoher Aufwendungen von den Eltern an eine der zahlreichen privaten oder öffentlichen Grundschulen unterrichtet. Steht aber die Entscheidung über Ausgaben für eine weiterführende Schule an, fällt diese oft negativ aus. Der düstere Ausblick in die berufliche Zukunft, lässt die Jugendlichen das Straßenhändlerdasein gegenüber einer Bildungslaufbahn oft attraktiver erscheinen. Diesen Knoten wollen wir mit die Errichtung einer Schule für Erneuerbare Energien und einem angeschlossenem Handwerksbetrieb durchschlagen.

 

Mehr zu Maroua auf Wikipedia®

 

 

Schule-GelaendeSchule-mit-BergGelaende-unserer-Schule

 

Das Gelände unserer Schule Google Map


"Institut Technique Environnemental et pour la Promotion des Energies Renouvelables à Maroua" ITEM auf einer größeren Karte anzeigen

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24Mai

Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung der Anbauflächen

Bodenbeschaffenheit und Pflanzmöglichkeiten

 


1.1. Erschließung unbebauter Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung

Das Gelände wird in vier Parzellen unterteilt um eine Vierfelderbewirtschaftung zu betreiben. Parallel dazu wird der Brunnen gebohrt um die Wasserversorgung der Bewohner und der Felder zu gewährleisten. Vorhandene Pflanzen (Bäume und Sträucher) können umgesetzt werden um Hecken anzulegen. Der Boden wird auf die Bepflanzung vorbereitet, indem die restlichen Gräser abgemäht und untergepflügt und Pionierpflanzen und/oder ein schnell wachsender Bodendecker ( z.B. Senf oder Klee) gepflanzt werden. Dabei werden Pflanzen ausgesucht, die mit relativ wenig Wasser auskommen und gleichzeitig genügend Ertrag bringen um die Bewohner der Schule mit frischen Obst und Gemüse zu versorgen. Durch Mulch wird der Wasserverlust durch Ausdunstung des Bodens verringert.

1.2. Boden- und Wasserbeschaffenheit

Es werden Boden- und Wasserproben im Labor untersucht um Ausgangswerte für die weitere Nutzung der Anbauflächen zu haben. Diese Werte fließen in die Qualitätsprüfung permanent ein um eine messbare Veränderung zu dokumentieren. Bei der Wasseranalyse wird zwischen Brauch- und Trinkwasser unterschieden. Das Brunnenwasser wird gegebenenfalls, durch eine solare Entkeimungsanlage, von Krankheitserregern gesäubert und gefiltert um Trinkwasserqualität zu erreichen.

1.2.1. Wasser- und Abwassermanagement

Direkt am Brunnen werden die beiden Wasserkreisläufe voneinander getrennt. Das Trinkwasser durchläuft vor dem Verbrauch den Reinigungsprozess, während das Brauchwasser sofort für die Bewässerung der Felder, den Betrieb der Waschmaschine oder die Toilettenspülung zu Verfügung steht.

Zisternen haben die Funktion aufgefangenes Regenwasser für die Bewässerung der Felder und für den Betrieb der Biogasanlage zu nutzbar zu machen.

Alle anfallenden Fäkalien werden zunächst ein einem Zweikammersystem aufgefangen, regelmäßig per fahrbaren Tankanhänger abgepumpt und der Biogasanlage zugeführt. Dadurch wird die Gefahr einer Kontamination des Grundwassers verringert. Durch Speerventile kann jede Parzelle separat bewässert werden.

1.2.2. Boden-Ist-Analyse und Verbesserungsmöglichkeiten

Die Beschaffenheit der Erde und ihr Mineralgehalt sind die maßgeblichen Kriterien die bei der Auswahl der Pflanzensorten zu berücksichtigen sind.

In kargen Gebieten muss die vorhandene Vegetation untersucht werden um herauszufinden welche Pionierpflanzen zum Einsatz kommen können. Bei der Anlage der Parzellen wird eine möglichst große Artenvielfalt angestrebt um durch die Bewirtschaftung der Anbauflächen die Bildung einer Humusschicht zu fördern. Ist der Mineralgehalt gering, wird Muttererde aus Kompost und Holzkohlewürfel ( Terra Preta) auf die Felder aufgebracht und untergepflügt. Die Fläche wird jährlich gerodet und Hecken und Bäume in einem Abstand von zehn bis fünfzehn Metern angepflanzt.

Ist die vorhandene Vegetation fruchtbar, kann der Wechsel zur Vierfelderwirtschaft gleich beginnen. Die vier Parzellen werden eingeteilt und drei von ihnen mit den unterschiedlichen Pflanzen bestückt. Die drei zu bewirtschafteten Flächen werden gerodet, gepflügt und das Saatgut wird ausgebracht.

2.1. Anbaumöglichkeiten

Auf der ersten Parzelle wird Getreide, auf der zweiten Parzelle wird Gemüse, auf der dritten Parzelle Weidegräser für die Viehhaltung angebaut, während die letzte Parzelle nicht bewirtschaftet wird und brach liegt.

Zusätzlich kann ein Kanalbassin für die Produktion von Spirulina Algen genutzt werden.

Ein Kräutergarten für med. und Küchenkräuter wird in der Nähe des Haupthauses angelegt. Dort könnte z.B. Steviapflanzen angebaut werden.

Ziel ist es einen Überschuss zu produzieren um diesen dann zu verkaufen.

3.1 Voraussetzungen in der Region Extrem Nord, Kamerun, Gebiet um Maroua

Die Landschaft in diesem Gebiet besteht aus Savanne. Dies bedeutet dass es sich um relativ sandige Böden handelt. Sandige Böden sind nährstoffarm und müssen für die landwirtschaftliche Nutzung durch vorbereitende Maßnahmen verbessert werden. Hier ist es wichtig darauf zu achten die Böden nicht durch zu starke Bewirtschaftung auszulaugen. Um einen Verkarstungseffekt zu vermeiden kann die Bodenqualität durch den Einsatz von Terra Preta verbessert werden.

J.Ilgener

Posted in Agrar, Projekte

16Mai

Wirtschaftliche Aspekt der Nutzung Erneuerbaren Energien

Synergieeffekte

Das Umweltbewußtsein ist in Kamerun bisher noch nicht so stark entwickelt wie in anderen Ländern. Warum sollten die Menschen also Geld dafür ausgeben elektrische Energie aus Sonnenenergie zu gewinnen? Die wirtschaftlichen Effekte werden erst nach ein paar Jahren sichtbar. Nach ca. 7 Jahren hat der Betreiber genauso viel Geld ausgegeben, wie wenn er seinen Strom durch einen Benzingenerator erzeugen würde.

Eine Idee ist es dass wir, bei der ersten Photvoltaikanlage im Dorf, den Dorfbewohnern LED- Schreibtischlampen anzubieten die mit Akkus betrieben werden. Diese Akkus können die Dorfbewohner beim Betreiber der PV-Anlage gegen eine Gebühr aufladen lassen können. 

Eine andere Möglichkeit wäre eine Biogasanlage zu betreiben, dieses Methangas in Stahlflaschen abzufüllen, die sich die Dorfbewohner, gegen eine Gebühr auffüllen lassen können.

Die Windkraft kann dazu genutzt werden um Strom zu erzeugen um mit dieser Energie z.b. eine Wasserpumpe zu betreiben. Wenn dann das Wasser noch mit solarer Energie entkeimt wird und das Wasser Trinkwasserqualität hat, könnte man dieses Trinkwasser verkaufen.

Wird die Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt, kann damit die Nahrung gekocht werden.

Ingesamt kann durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien die Lebensqualität der Menschen verbessert werden. Die Betreiber haben die Möglichkeit abens zu lesen, bzw. ihre Kinder können für die Schule lernen. Der Zeitgewinn ist ein Vorteil, weil z.B. kein Benzin geholt werden muss um den Benzingenerator zu betreiben. Zur Nahrungszubereitung muss nicht mehr Holz gesammelt werden. Außerdem vermeidet man dann dass Lungen- und Atemwegserkrankungen, da offene Feuerstellen die Raumluft durch die Rauchentwicklung belasten. Durch den Einsatz von Biogasanlagen wird das Grundwasser nicht mehr durch Fäkalien kontaminiert. Dadurch vermeidet man Magen-Darmerkrankungen. Wenn bestimmte Erkrankungen nicht mehr auftreten wird der Arbeitsausfall durch Krankheit verringert und damit die Produktivität erhöht.

Jörg Ilgener

Posted in Erneuerbare Energien, Projekte

17April

in Kamerun

Partner in Kamerun

GIC AGRAR Sahel Umwelt

Gic Agrar Sahel Umwelt ist ein Gemeisamer Initiative von Lehrer und Studenten in den Nord-Kamerun dessen Hauptziel darin besteht, den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung in Kamerun mit Hilfe von umweltfreundlichen Technologien nachhaltig zu verbessern. Der Generalsekretar und verantwortlich der Gruppe ist David Martin, Philosophie Lehrer und Betreuer des Technischen Gymnasium in Garoua

David-Martin2BELLO-PIERRE2Dorf-in-Mouroukongoutroepfchen-halb

Unter einer Verbesserung des Lebensstandards versteht der Verein „GIC Agrar Sahel Umwelt“ insbesondere:

  • Landwirtschaft effizienter betreiben
  • erneuerbare Energien ausbauen
  • Ärtzliche Versorgung in schwach besiedelten Gebieten

Posted in in Kamerun, Partner

15März

Vertikale Windkraftanlagen

Hybridlösungen

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Die Kombination von Photovoltaik und Windkraft birgt Potential für eine opimierte Performence dieser Technologien. Da die Produktion von Energie durch Sonneneinstrahlung nachts nicht möglich ist, bietet sich hier eine Hybridlösung an. Eine vertikale Windkraftanlage könnte, zusätzlich zu der Photovoltaikanlage, elektrischen Strom produzieren und dadurch z.B. die Anzahl der benötigten Solarpanele reduziert werden. Die vertikalen Windkraftanlagen haben zwar einen niederigen Wirkungsgrad als die horizontalen, sind aber geräuschärmer und benötigen keine Windnachführung.

 

J.Ilgener

Posted in Erneuerbare Energien, Wind

08März

Gesundheit und med. Versorgung

Krankenversicherung

Das Thema medizinische Versorgung der ländlichen Bevölkerung ist ein Gebiet in dem der Verein tätig werden wird. Die Idee ist zentrale Punkte mit einer mobilen Ambulanz in regelmäßigen Zeitabständen anzufahren und die einzelnen Personen zu untersuchen und ihre Anamnese zu dokumentieren. Jede Familie zahlt einen monatlichen Beitrag zu der Krankenversicherung und kann, wie z.B. beim ADAC im Schadens- bzw. Krankheitsfall sofort eintreten. Im nächsten Schritt werden dann regelmäßige Sprechstunden angeboten die sich um die Bereiche Geburtshilfe, Impfungen und Rehabilitation kümmern. Parallel dazu wird das Trinkwasser und Abwassersystem bewertet und gegebenenfalls aufgebaut bzw. verbessert. Eine Biogasanlage zur Produktion von Methangas kann nicht nur das Risiko Infektionskrankheiten durch kontaminiertes Trinkwasser reduzieren, sondern auch als Brennstoff zur Nahrungszubereitung genutzt werden. Dies ist ein Zeitgewinn der genutzt werden kann um sich weiterzubilden oder die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern. In einer Dorfanlage wird die Biogasanlage mit den Fäkalien und Pflanzenmaterial betrieben und die Dorfbewohner versorgen sich dort per Gasflaschensystem mit ihrem Brennstoff um einen Herd oder einen gasbetrieben Kühlschrank zu betreiben. Die Abfallprodukte Ammoniak und Schwefelwasserstoff fallen bei diesem biochemischen Prozess an und dies ist ein ökologisches Problem scheint im Augenblick noch nicht befriedigend gelöst zu sein.

Eine andere Möglichkeit aus den Abwassern Energie zu beziehen sind die Mikrobiellen Brennstoffzellen (MBZ). Mikroorganismen haften an einem Carbongeflecht und geben Elektronen ab. Die daraus gewonnene elektrische Energie wird in Akkumulatoren gespeichert und kann bei Bedarf genutzt werden.

Jörg Ilgener

Posted in Wasser- und Stromtankstelle, Projekte

06März

Schulprojekte

Wissenstransfer und interkultureller Austausch

Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt das Wissen über regenerative Energien zu vermehren und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck streben wir Kooperationen mit Schulen, Berufsschulen, Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland und Kamerun an. Zur Zeit entwickeln wir verschiedene Präsentationen für Menschen und Organisationen, die sich mit technischen und kulturellen Thematiken auseinandersetzen. Geplant ist es, in die jeweiligen Bildungseinrichtungen zu gehen und z.B. junge Menschen für die Probleme und Möglichkeiten in Kamerun zu sensibilisieren. In einer ca 30 Min. Präsentation stellen wir die Arbeit unseres Vereins vor und informieren über geplante Projekte.

 

Jörg Ilgener

Posted in Projekte, Schule für erneuerbare Energien

15Februar

Projektbericht Limbé, Loulou und Mayo-Roukongou

Projektbericht Limbé, Loulou und Mayo-Roukoungo - Lelwal Woila e.V.

Der folgende Bericht soll einen kurzen Überblick über die Eckdaten unserer Projekte im Sommer 2011 ermöglichen: Im Winter 2010 entschieden wir unsere Vereinsgründung mit der Durchführung von drei Projekten mit Leben zu füllen. Es folgte ein Prozess langwieriger und aufreibender aber letztendlich erfolgreicher Projektplanung.


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Am Ende dieses Prozesses standen drei Photovoltaik-Projekte zur solaren Stromversorgung in verschiedenen Regionen Kameruns: Eine netzgekoppelte 1,2 kW-Anlage auf dem Dach einer Grundschule in Limbé (Südwest Region), eine 1,8 kW-Inselanlage zur Implementierung eines Informatikunterrichts in einer Gesamtschule in Loulou Region Extremer Norden und eine 500 W-Anlage zur Elektrifizierung des Dorfes Mayo-Roukoungo (Adamaoua Region).

Unsere Projekte in Kamerun

© Domenico-de-ga; Wikipedia

Mit der Projektbestimmung begann die Suche nach technischen, logistischen und finanziellen Antworten auf zahlreiche offene Fragen. Neben den übergeordneten Zielen von Lelewal Woila e.V., spielte bei der Auswahl dieser Projekte auch die Vielfallt der drei Orte eine Rolle, so konnten wir für verschiedene soziale, klimatische und kulturelle Bedingungen Erfahrungen sammeln und diese für später folgende Projekte nutzen. Außerdem war uns auch eine enge Kooperation mit den lokalen Verantwortlichen wichtig, um eine zuverlässige Zusammenarbeit auf langfristiger Ebene zu gewährleisten.

Posted in Solar

07Oktober

Solar

Solaranlagen in Kamerun

Protokoll der Solaranlage im Kanton Loulou.

Ein Bericht aus Kameroon von GIC Agrar Sahel Umwelt

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Der Kanton Loulou, 45 km entfernt von der Stadt Maroua in der Region “Extrême-Nord” (Kamerun) gelegen,

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© University of Texas 1998

hat am 17. Mai 2011 eine großzügige Spende erhalten, bestehend aus einer elektrischen Solareinrichtung, 3 Laptops, einem Kühlschrank, einem Fernseher und einem DVD Player. Der photovoltaische Solarbausatz mit isoliertem System besteht aus 10 Solarpanele (600 W), einem Ladungskontrollgerät mit einer Eingangsspannung von 100 V, einem Wechselrichter von 1100 W

 

Posted in Erneuerbare Energien, Solar

21August

Wind

Aufbau von Wind-Messstationen in Kamerun

Regenerative Energien sind in Kamerun sehr bekannt. Jeder hat dort schon einmal davon gehört. Einige haben sogar Freunde oder Bekannte mit Solaranlagen auf dem Dach. Die Nutzung von Windenergie ist den meisten Kamerunern jedoch neu, obgleich die Passatwinde in dieser Region einen konstanten Windstrom versprechen. Viele Menschen, mit denen wir uns dort über Windenergie ausgetauscht haben, hörten sich gespannt unsere Pläne an und zeigten sich schnell begeistert.

 

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Posted in Erneuerbare Energien, Wind

05Juni

Besuch eines Wasserkraftwerk

Eva, David, Johannes und Serge besuchen ein Wasserkraftwerk nahe Edéa

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Besuch des Wasserkraftwerkes Edéa I am länsgten Fluss Kameruns

 

Edéa. Bei unserer Reise durch Kamerun wollten wir uns einen Überblick über die Energie-versorgung des Landes verschaffen die zur Zeit zum größtenteil (ca 90%) aus Wasserkraft gedeckt wird. Während unserer Fahrt durch die Provinz Littoral, bekamen wir am 30.07.10 die Möglichkeit das Wasserkraftwerk Edéa I zu besichtigen

 

 

Posted in Wasserkraft

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